Mit seiner neuesten Bilderserie „Freedom of expression“ bringt der queere deutsch-iranische Künstler Iman Scheiko eine eindrucksvolle Botschaft auf die Leinwand.

Die Ausstellung, die vom 6. bis 26. Oktober 2023 im Berliner Haus am Mierendorffplatz zu sehen sein wird, widmet sich den grundlegenden Menschenrechten und ruft dazu auf, die Stimmen der Unterdrückten zu verstärken.

Der ausschlaggebende Moment für das Projekt war der Jahrestag des Todes der jungen kurdisch-iranischen Jina (Mahsa) Amini vor einem Jahr. Dieses tragische Ereignis löste einen Aufstand mutiger Menschen im Iran gegen das unterdrückende Regime aus. Bei diesen Protesten vor Ort wie auch weltweit standen Frauenrechtsaktivist*innen und Aktivist*innen der LGBTI-Community Seite an Seite und kämpfen bis heute für Freiheit, Gerechtigkeit und ein Leben in Selbstbestimmung.

Im Zentrum von Scheikos Bildern stehen die Münder der dargestellten Personen, symbolisch verschlossen durch Nadel und Faden. Sie stehen für die unterdrückende Zensur seitens Staat und Gesellschaft, die sie viel zu lange zum Schweigen gezwungen hat. Jedes Werk liefert einen Kommentar zu einer Welt, in der grundlegende Menschenrechte verweigert werden.

„Freedom of expression ermutigt uns alle dazu, die Stimmen derjenigen zu verstärken, die zum Schweigen gebracht wurden“, sagt der Künstler selbst zu diesem Bilder-Zyklus. Er fordert eine Welt, in der jeder Mensch sich frei und authentisch ausdrücken kann, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft. Diese Ausstellung soll eine Gelegenheit bieten, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Die Vernissage findet am Freitag, den 6. Oktober 2023 von 19 bis 21 Uhr statt und ist dann noch bis 26. Oktober 2023 im Haus am Mierendorffplatz (Mierendorffplatz 19, Berlin-Charlottenburg) zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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